MO - FR 10 - 18 UHR
040 76 11 85 01
LIVE CHAT

Information aufgrund Coronavirus: Wir sind weiterhin in vollem Umfang für Sie da! Es gibt keine Einschränkungen oder Verzögerungen. Bleiben Sie Gesund!

Fakten über Punzen

Lernen Sie einige interessante Fakten über Punzen kennen

Punzen sind im Handel mit Edelmetalle sehr wichtig. Wir geben Ihnen eine kurze Übersicht über die Geschichte der Punzen und wie diese heute verwendet werden. Für Privatleute ist die Punze ein gutes Erkennungsmerkmal, um den Preis für Goldschmuck und Co. eigenständig beispielsweise mit unserem Goldrechner durchführen zu können.

Wir wünschen viel Spaß bei der Lektüre unseres neuen Blog Artikels rund um die Welt der Gold- und Edelmetallpunzen.

Punze in Deutschland

Eine Punze soll jedem Laien die Möglichkeit geben den Feingehalt des vorliegenden Gegenstandes erkennen zu können. Sei es Goldschmuck, Silberbesteck oder ein Goldbarren. Hierbei gibt es je nach Land unterschiedliche Vorgaben. Leider konnten sich hier die verschiedenen Länder und Produzenten von Goldschmuck und Co. nicht darauf einigen eine einheitliche Lösung zu finden.

In Deutschland ist die so genannte Punzierung, als das setzen eines Goldstempels nicht gesetzlich vorgeschrieben. Hierbei ist bei der Begrifflichkeit zu beachten, dass die Punze sowohl der gesetzte Stempel, als auch das Werkzeug zum setzen des Stempels sein kann. Sollte keine Punzierung vorliegen unterliegt der Gold- und Silberschmuck auch nicht dem Gesetz über den Feingehalt der Gold- und Silberwaren (FeinGehG).

Hat man sich hingegen dafür entschieden den Schmuck mit einer Punze zu versehen, dann müssen die gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden. In Deutschland muss der Goldgehalt in Tausendstel angeben werde, wobei auf die Null zu Beginn der Zahl verzichtet wird. Eine Punze kann bei allen Schmuckstücken gesetzt werden, die einen höheren Feingehalt als 333/1000 Gold aufweisen. Nicht gebräuchlich und zulässig ist die Angabe von Karat als Punzierung, dies wird aber in einigen Nachbarländern so vorgenommen. Wichtig hierbei ist es, dass der Feingehalt auch mit der Punzierung übereinstimmen muss, hier wird Abweichung von maximal 1 Prozent gesetzlich geduldet.

Die beliebtesten Goldlegierungen in Deutschland

Geschichtlicher Rückblick

Reine Edelmetalle sind verformbar und schwer zu verarbeiten. Hersteller von Goldprodukten - wie Schmuck - mischen im Allgemeinen Edelmetalle mit anderen härteren Metallen, um diese Schwierigkeiten zu umgehen. Ohne genau zu wissen, wie viel reines Edelmetall ein Gegenstand enthält, ist es jedoch schwierig, zu seinem wahren Wert zu gelangen.

Eine Punze gibt einen echten und unparteiischen Beweis für die Zusammensetzung des Metallgehalts des Gegenstandes und ermöglicht eine genaue Bewertung. Ein Markenzeichen ist das Zeichen einer unabhängigen Stelle oder Behörde, die vom Hersteller getrennt ist und den Edelmetallgehalt eines Objekts garantiert. (gilt nur für das Ausland, in Deutschland darf jeder Punzen setzen, sofern er sich an die gesetzlichen Vorgaben hält). In diesem Sinne könnten Punzen, die erstmals um 350 n. Chr. auf Silber verwendet wurden, die früheste Form des Verbraucherschutzes sein.

Entwicklung bis ins 21. Jahrhundert

Im Laufe der Jahrhunderte entwickelten Länder unabhängig verschiedene Punzierungen, wobei auch zum Teil länderübergreifend mit Edelmetallen gehandelt wurde. Wir es beispielsweise am Handel zwischen dem Hansebund und England der Fall war.

Eine wirkliche Vereinheitlichung der Punzierung und Vergleichbarkeit der Edelmetalle wurde aber erst im Jahr 1972 erreicht. Bei einer internationalen Punzenkonferenz erkannten zahlreiche Länder sich gegenseitig die Punzierung an. Diese Entscheidung war notwendig geworden, da je nach Land die Punzierung zum einen vor staatlichen Stellen vorgenommen wurde, oder ganz in der Hand der Privatwirtschaft lag. Im Jahr 1999 kam es noch einmal zu einer weiteren Entscheidung vom Europäischen Gerichtshof, dass innerhalb der EU die Unterzeichner des Vertrages von 1972 sich und Ihre Punzen gegenseitig anerkennen müssen.

Zu diese gerichtlichen Klärung musste es kommen, da das Vereinigte Königreich sich bei der Anerkennung zahlreicher ausländischer Punzen quer legte und somit den Handel dieser Schmucktücke im Königreich unterband.

Wertbestimmung Dank Punze

Vor allem historisch gesehen ist es äußerst interessant in die Thematik Punze weiter einzusteigen. So war es nicht unüblich, dass Städte, Hersteller usw. eigene zusätzliche Punzen verwendet haben, um beispielsweise den Herstellungsort eines Edelmetallgegenstandes einfach angeben zu können. Im Laufe der Jahrhunderte sind hier unzählige Puzen entstanden.

Heutzutage gibt es einige Sammler, welche sich darauf spezialisiert haben Gegenstände mit unterschiedlichen Punzen anzukaufen, um damit Ihre Sammlung zu vervollständigen. Für den Ankauf von Gold und Co. Ist die Punzen für den Kunden ein sehr gutes Merkmal, um eine Preisbestimmung vornehmen zu können.

Sofern die Goldlegierung oder die Silberlegierung bekannt ist, muss lediglich das Gewicht bestimmt werden, um den Goldrechner bedienen zu können. Hierbei sollte einem aber auch immer bewusst sein, dass es auch Fälschungen von Punzen gibt. Dies bedeutet, dass der Ankaufspreis letztendliche erst dann bestimmt werden kann, wenn die Gegenstände bei uns im Labor von einem Experten unter die Lupe genommen wurden.

Goldlegierungen
Silberlegierungen
Platinlegierungen
Palladiumlegierungen