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Wie wird Goldschmuck hergestellt?

Goldschmuck spielt, wie auch andere Schmuckstücke, in vielen Kulturen eine wichtige Rolle bei der Bestimmung des sozialen Status einer Person. Aus diesem Grund wählen die Menschen immer das Beste, wenn es um dieses Metall geht. Gold ist ein wichtiges Gut in der Tradition und Kultur vieler Nationen, weshalb es ein beliebtes Material ist, aus dem Schmuck hergestellt wird. Die Herstellung von Goldschmuck erfordert viel Geschick und Zeit, um sie richtig zu machen. Es ist eine Handwerkskunst, die eine Kombination aus Technik und Konzentration erfordert, um das Metall so präzise zu bearbeiten, dass es das gewünschte Finish erhält.

Die Perfektionierung komplizierter Entwürfe kann manchmal Monate oder sogar Jahre dauern. Deshalb haben Designerschmuckstücke mit komplizierten Motiven und winzigen Details auch ihren Preis. Haben Sie sich schon einmal gefragt, wie aus Gold verschiedene atemberaubende Schmuckdesigns entstehen? Früher wurden Schmuckstücke vollständig von Hand gefertigt, wobei Metalle in Form gebracht und Edelsteine in mühevoller Kleinarbeit in die Verschlüsse eingesetzt wurden. Dank des technologischen Fortschritts sind Juweliere heute jedoch mit einer Reihe fantastischer Maschinen ausgestattet, die die Herstellung von Schmuckstücken in kürzerer Zeit ermöglichen. Wie bei allem beginnt auch beim Schmuck alles mit einer Idee. Goldschmiede auf der ganzen Welt lassen sich aus verschiedenen Bereichen des Lebens inspirieren. Von Dingen aus dem täglichen Leben bis zu Elementen aus der Natur kann alles dabei sein, was ihnen die Vision gibt, die schließlich Gestalt annimmt.

Preise für Goldschmuck

GoldlegierungenGewichtAnkaufspreis
333er Gold15 Gramm271,95 €
375er Gold15 Gramm296,25 €
585er Gold15 Gramm475,95 €*
750er Gold15 Gramm609,15 €
900er Gold15 Gramm723,45 €

Goldschmuck wird auf unterschiedliche Weise hergestellt:

Von Hand gefertigt

Trotz des technologischen Fortschritts ist handgefertigter Schmuck auch im Jahr 2018 noch sehr beliebt. Unabhängig davon, ob der Schmuck aus Silber, Gold oder Platin hergestellt werden soll, muss das Metall langsam erhitzt werden, bis es einen Block bildet, der langsam geformt werden kann. Durch diese Erhitzung wird die Formbarkeit wiederhergestellt, eine Eigenschaft von Gold, die es leicht bearbeitbar macht. Anschließend wird das Metall auf ein Eisenrad gelegt und gewalzt, um Bleche oder Drähte zu erzeugen, aus denen schließlich die  verschiedenen Teile des Schmuckstücks entstehen. Danach werden die Basis des Schmuckstücks und die Verschlüsse, die den Edelstein halten, hergestellt. Wenn alle Elemente des Schmuckstücks fertiggestellt sind, werden sie zusammengelötet. Zum Schluss wird das Schmuckstück poliert und gereinigt, um Schmutz an schwer zugänglichen Stellen zu entfernen. Ein Fasser setzt dann jeden Edelstein mit äußerster Präzision in die Spange ein. Die endgültige Qualität eines handgefertigten Schmuckstücks hängt ganz von den Fähigkeiten des Mitarbeiters ab, der das Stück herstellt.

Der Goldguss

Der Goldguss, auch Wachsausschmelzverfahren genannt, ist eine beliebte Methode der Schmuckherstellung, bei der das Wachsmodell mit Hilfe einer CAD-Software und eines 3D-Druckers entworfen wird. Das Verfahren wird auch als Wachsausschmelzverfahren bezeichnet, da das Wachs bei der Herstellung von Schmuckstücken immer "verloren" geht. Zunächst wird die Form im gewünschten Schmuckdesign erstellt. Dann wird heißes, flüssiges Wachs in die Form gegeben, das schließlich abkühlt und aushärtet. Anschließend wird sie aus der Form gelöst, so dass eine Wachsversion des Schmuckstücks zum Vorschein kommt. Der nächste Schritt ist der Feinguss. Der Wachsschmuck wird in einen Ofen gelegt und mit Gips gefüllt. Die Hitze des Ofens schmilzt den Wachsschmuck weg und hinterlässt einen gehärteten Hohlraum aus Gips. Dann wird geschmolzenes Gold in den Hohlraum gegossen, der schnell abgekühlt wird. Der gegossene Goldschmuck wird poliert,so dass ein schönes Schmuckstück aus Gold zum Vorschein kommt.

  • Die meisten Schmuckstücke werden zunächst als Wachsmodell hergestellt. Die Schmuckhersteller nehmen das Wachsmodell und verwenden Gips, um eine "eingebettete" Form herzustellen.
  • Sobald die Form vorbereitet ist, stellen die Schmuckhersteller die Form in den Ofen, bis der Gips aushärtet.
  • Im Ofen schmilzt das gesamte Wachs aus dem Hohlraum in der Form des Wachsmodells. (Der Hohlraum für die Form wird beim Einrichten des Wachsmodells  festgelegt.)
  • Bei einer wachsfreien Form gießen die Hersteller dann mit einer Vakuummaschine oder einer Schleudergussmaschine geschmolzenes Metall oder Silber in den Hohlraum in der Form.
  • Nach ein paar Minuten wird die Form in einen Eimer mit kaltem Wasser geworfen, und die Form löst sich auf. Die Schmuckhersteller können dann in die Form greifen und ein Schmuckstück herausziehen, das genau dem ursprünglichen Wachsmodell entspricht.
  • Überschüssige Goldablagerungen auf der Oberfläche des gegossenen Modells werden poliert, und wir haben nun den gleichen Goldschmuck, wie er entworfen wurde.

Ausstanzen (Striking)

Ein weiteres Verfahren zur Herstellung von Schmuck ist das Stanzverfahren. Es eignet sich perfekt für leichte und dünne Schmuckstücke, die man nicht an der Haut spürt. Dünne Bleche aus Edelmetall werden mit großen Matrizen, auf denen bereits ein Bild oder ein Name eingraviert ist, in Form gestanzt. Dies ist eine relativ einfache Methode zur Herstellung von Schmuckstücken. Das Ausstanzen ist vergleichbar mit einem Locher!

Galvanotechnik und Galvanoplastik

Bei der Galvanotechnik werden elektrisch geladene Flüssigkeiten mit einem darin enthaltenen Edelmetall verwendet, um Metall auf ein Wachsmodell zu schichten, das dann weggeschmolzen werden kann. Bei dieser Technik wird eine Schicht nach der anderen aufgetragen, so dass am Ende jede gewünschte Dicke erreicht werden kann. Die Galvanotechnik verwendet dieselbe Technik, hinterlässt aber nur dünne Schichten, die in Mikrometern gemessen werden, auf einem Schmuckstück. Dadurch erhält das Schmuckstück eine Schicht, die es vor Anlaufen oder Beschädigung schützen kann.