Bruchgold

Nahezu jeder Juwelier, aber auch unzählige Internetanbieter werden damit, dass sie Bruchgold ankaufen. Was aber versteht man unter Bruchgold?

Zunächst einmal kann man das Wort im wahrsten Sinne seiner Bedeutung benutzten, nämlich als gebrochenes Gold. Darunter versteht man zum Beispiel Schmuckstücke, die zerbrochen sind. Besonders bei älteren Ringen, die häufig und andauernd getragen wurden, erkennt man, dass sie schmaler und dünner werden. Irgendwann ist dann der Punkt erreicht, an dem der Ring durchbricht. Damit wird er zum Bruchgold. Gleiches gilt für alle anderen Schmuckstücke, die Bruchstellen aufweisen.

Definition Bruchgold

Die Bezeichnung Bruchgold wird also in der Regel für Schmuck angewendet, der aus Gold besteht, zerbrochen oder zerrissen ist und dessen Reparatur nicht wirtschaftlich erscheint. Aber auch Goldreste, wie sie zum Beispiel bei der Schmuckherstellung anfallen, werden unter dem Begriff Bruchgold verkauft.

Zerbrochener Schmuck hat für seinen Besitzer maximal noch einen ideellen Wert, denn tragen kann er ihn nicht mehr. Was viele Besitzer unterschätzen, ist der materielle Wert, den Bruchgold noch hat.

In Zeiten, in denen der Goldpreis hoch angesetzt ist, kann man aus seinem Bruchgold bares Kapital machen. Für die Bewertung von Bruchgold ist der Anteil an Feingold ausschlaggebend. Denn lediglich der Feingoldanteil wird von den Händlern in bares Geld umgetauscht. Dabei dürfte dann auch schon klar werden, dass 333er Gold wesentlich weniger Wert hat. Wiegt ein Bruchgoldstück 30 Gramm und hat einen Feingoldanteil von 333, wird in diesem Fall also maximal ein Drittel des Gewichtes mit dem Wert des Feingoldes ausgezahlt.

Da der Goldpreis täglichen Schwankungen unterliegt, sollte man die Goldpreisentwicklung beobachten und den Verkauf des Bruchgoldes dann in Angriff nehmen, wenn der Preis für den Ankauf von Feingold entsprechend hoch steht. Wickelt man seinen Bruchgoldverkauf auf postalischem Weg ab, muss sich der Verkäufer darüber klar sein, dass er den aktuellen Tagespreis erhält, der gültig ist, wenn sein Gold den Ankäufer erreicht.

Faire Goldankäufer räumen ihren Kunden ein Rücktrittsrecht ein. Das bedeutet, Sie machen ein Angebot, zu welchem Preis sie das Bruchgold ankaufen wollen. Ist der Kunde mit diesem Preis nicht einverstanden, erhält er sein Bruchgold zurück. Man sollte auch immer die allgemeinen Geschäftsbedingungen dahin gehend kontrollieren, ob Scheidekosten abgezogen werden. Unter Scheidekosten versteht man den Kostenbetrag, der aufgewendet werden muss, um das Feingold aus dem Bruchgold