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Unsere moneyGold.de Bienen

Warum wir uns für die Bienenhaltung entschieden haben

Die täglichen Nachrichten sind leider voll vom Artensterben, Umweltkatastrophen und der Klimaerwärmung. Wir von moneyGold.de möchten daher einen kleinen Beitrag für den Umweltschutz leisten und haben uns in diesem Jahr dazu entschlossen zwei Bienenvölker aufzustellen.

Eine erfolgreiche Bienenhaltung setzt viel Wissen voraus und ist gleichzeitig mit Arbeit verbunden. Dies sollte niemals unterschätzt werden.

Übersicht unserer Aktivitäten

Um Ihnen eine kleine Übersicht zu geben, was in diesem Jahr alles rund um unsere beiden Bienenvölker passiert ist. Haben wir die Geschehnisse einmal zusammengefasst. Eigentlich wollten wir schon in diesem Jahr viel ausführlicher über unsere beiden Bienenvölker berichten. Aufgrund der sehr hohen Goldpreise in den letzten Monaten, fehlte uns einfach die Zeit regelmäßig zu schreiben.

Dies wird sich in den nächsten Wochen ändern und wir werden nun in wiederkehrenden Abständen vom Bienenstand eine Statusmeldung verfassen. Hierbei werden wir uns nicht nur auf unsere beiden Bienenvölker beschränken, sondern im Ganzen die Umweltsituation erfassen. Bienenvölker sind ein sehr guter Katalysator für die aktuellen Umweltbedingungen, sodass viele negative Umwelteinflüsse direkt am Bienenvolk sichtbar werden.

Unsere CSR

Auch wir fühlen uns der CSR verpflichtet und haben daher Ausschau nach einer Möglichkeit gehalten, wie wir etwas für die Umwelt tun können. Dank einem Mitarbeiter fiel sehr schnell die Wahl auf die Bienenhaltung. Zum einen geben wir der Umwelt in Form von Bestäubungsleistung etwa zurück und können gleichzeitig köstlichen Honig ernten.

Einen großen Teil des Honigs werden wir spenden, verlosen oder auch an unsere Partner verschenken. Viele Menschen unterschätzen den Aufwand der Bienenhaltung und das Wissen, welches zwingend notwendig ist, um Bienen erfolgreich über das ganze Jahr pflegen zu können. Sicherlich kann man zurzeit von einem Bienen-Boom in Deutschland sprechen, nur leider werden viele Faktoren unter den Tisch gekehrt. Bienenhaltung ist nicht einfach und viele Neuimker brechen den Versuch der Haltung nach der ersten Winter wieder ab, da die Bienenvölker
eingegangen sind.

Dies hat noch nicht einmal etwas damit zu tun, dass nicht genügend Zeit investiert wurde, sondern viel mehr, dass die Erfahrung fehlt und Behandlungsmethoden gegen die gefürchtete Varroamilbe nicht korrekt durchgeführt wurden. Daher sind wir froh, dass unser Mitarbeiter über langjährige Erfahrung im Bereich der Bienenhaltung verfügt und sogar als Bienensachverständiger (BSV), anderen Imkern bei der Behandlung von Bienenkrankheiten etc. unterstützt.

Es lohnt sich für jedes Unternehmen einen kleinen Beitrag für die Umwelt zu leisten. Die finanziellen Investitionen halten sich in Grenzen, im Verhältnis zum positiven Umweltbeitrag, welcher geleistet wird. Gleichzeitig haben Sie durch solch ein Projekt die Möglichkeit mit neuen Kundengruppen ins Gespräch zu kommen, welche vielleicht vorab gar nicht auf dem Schirm waren.

Wie haben wir mit der Bienenhaltung begonnen?

Sicherlich werden sich nun viele Leser fragen, wie man überhaupt mit der Bienenhaltung beginnen kann. Hier gibt es mehrere Wege, entweder wird ein Bienenvolk mit Bienenbeute direkt erworben, man wartet darauf einen Schwarm zu fangen oder man kauft einen Kunstschwarm. Wir haben uns für die Variante Kunstschwarm entschieden, weil diese es einem ermöglicht die Bienen vorab behandeln zu können, sodass die Belastung mit der Varroamilbe sehr gering ist. Dies liegt dem Fakt zugrunde, dass die meisten Behandlungsmethoden direkt auf die Biene bzw. die ansitzenden Varroamilbe wirken, aber leider keine direkte Wirkung auf die verdeckelte Bienenbrut haben. Wichtig hierbei ist es auch, die Kunstschwärme bei einer seriösen Quelle zu kaufen. Vermeiden Sie es, dass Sie einen Kunstschwarm aus dem Ausland erwerben. Neben der fehlenden klimatischen Anpassung können über Kunstschwärme auch weitere Krankheiten oder Schädlinge wie der Amerikanische Beutenkäfer eingeschleppt werden.

Nach dem die beiden Kunstschwärme von uns beim Verkäufer abgeholt wurden, haben wir diese in die neuen Bienenbeuten einlaufen lassen. Wir haben uns für die sanftmütigen Buckfast Bienen entschieden, da wir die Bienenvölker in einem Wohngebiet aufgestellt haben. Im Gegensatz zu Landrassen können diese Bienen ohne Schleier und mit nur wenig Rauch bearbeitet werden. Dies erleichtert die Arbeit und steigert den Spaß bei der Durchschau der Bienenvölker erheblich.


Ausschlaggebend ob ein Bienenvolk sanftmütig ist, hängt von den Eigenschaften der Königin ab. Diese steuert das gesamte Bienenvolk und nur, wenn hier entsprechende genetische Qualität vorhanden ist, kann ein hoher Honigertrag erwartet werden. Ähnlich wie andere Nutztiere findet auch bei Bienen eine Selektion auf positive Eigenschaften statt. Um diese Merkmale zu verfestigen, werden Königinnen kontrolliert auf Belegstellen angepaart. Diese Belegstellen zeichnen sich dadurch aus, dass es einen Schutzradius von mehreren Kilometern gibt. Dadurch wird sichergestellt, dass eine Anpaarung nur mit den Drohnen erfolgt, welche die gewünschten Eigenschaften vorweisen. Die beiden Königinnen aus unseren Bienenvölkern, wurden zu diesem Zweck nach Ameland gebracht, um dort begattet zu werden.

Unsere Bienen im Sommer

Jedes Jahr stellt aufs Neue eine Herausforderung für die Bienenhaltung dar. Dies liegt vor allem dem zugrunde, dass das Wetter jedes Jahr anders ist. Dieses Jahr war der Sommer besonders warm und es gab kaum Niederschlag, dies wirkt sich direkt auf das Blütenangebot aus. Zum anderen war das Frühjahr eher kalt, sodass kaum Frühjahreshonig geerntet werden konnte und sich die Haupternte auf den Sommerhonig konzentriert hat. Als Imker heißt es zu lernen, ob die Bienen genügend Nektar und Pollen finden. Sollte dies nicht der Fall sein, muss der Imker mit einer Zwischenfütterung die Trachtlücke überbrücken.



Dies gilt besonders für den Fall nach einer Honigernte, wenn dem Bienenvolk die Honigreserven entnommen wurden. Insgesamt waren wir mit der Völkerführung zufrieden und hatten keine Probleme. Dank junger Königinnen kam es auch nicht zur Schwarmstimmung, sodass wir mehr den Betrieb vor dem Flugloch beobachten konnten, als das wir regelmäßig in die Bienenvölker hineinschauen mussten.

Erfolgreiche erste Honigernte

Wie bereits erwähnt war die Honigernte im Jahr 2019 auf die Sommertracht beschränkt. Trotzdem kann man hier von einem zufriedenstellenden Ergebnis sprechen. Unsere beiden moneyGold.de Völker brachten zusammen 50 Kilogramm Honig, wobei wir einen nicht unerheblichen Teil des Honigs in den Bienenvölkern beließen. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Bienenvölker auf eigenem Honig deutlich besser überwintern. Details zur Honigernte wird es leider erst im Jahr 2020 geben, da wir es schlicht vergessen haben mit Fotos oder Videos zu dokumentieren.

Der Vorteil am Sommerhonig liegt vor allem darin, dass dieser nicht gerührt werden muss. Aufgrund der Zusammensetzung kristallisiert der Honig der Sommertracht deutlich langsamer, sodass dieser lange streichfähig bleibt. Im Gegensatz dazu steht der Frühjahrshonig wie beispielsweise Rapshonig, welcher sehr schnell kristallisiert und deshalb gerührt werden muss. Honigliebhaber möchten eher einen streichfähigen Honig haben, als einen Honig, der kaum zu streichen ist. Sie können auf das Jahr gespannt sein und unsere ersten Versuche einen cremigen Honig zu rühren.

Behandlung gegen die Varroamilbe

Ein sehr wichtiger Punkt im Jahr ist die Behandlung im Spätsommer. Bei dieser Bienenbehandlung sollen so viele Varroamilben wie möglich aus dem Bienenvolk entfernt werden. Da unsere Bienen im Frühjahr bereits im brutfreien Zustand behandelt wurde, war die Belastung der Milbe gering. Wir haben die mit einem sogenannten Auswaschtest getestet. Bei diesem Testverfahren werden Bienen in einer Alkohollösung ausgewaschen und anschließend gesiebt. Die Milben fallen von den Bienen ab und können in einem Sieb gesammelt werden. Liegt die Belastung unter 2 Prozent, besteht keine akute Gefahr. Bei unserem Behandlungskonzept setzen wir auf das biologischen Mittel api Life Var, welches auf Thymol basiert. Hierbei handelt es sich um eine zweimalige Blockbehandlung von jeweils drei bis vier Wochen.


Das Thymol regt den Putztrieb der Bienen an und die Varroamilbe wird dadurch in Ihrer Fortpflanzung gestört. Ein weiterer Auswaschtest nach Ende der Behandlung hat uns recht gegeben, dass die Behandlung gefruchtet hat. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass starke Bienenvölker mit einer geringen Varroabelastung in aller Regel ohne große Probleme überwintert werden können. Wichtig hierbei zu beachten ist nur noch die ausreichende Futtermenge. In aller Regel spricht man von einem Futterverbrauch von August bis in den April hinein von etwa 15-20 Kilogramm.

Je kälter der Winter ist, desto weniger Futter wird verbraucht. Zu Futterengpäßen kann es vor allem dann kommen, wenn es während der Wintermonate mehrere Perioden mit gemäßigten Temperaturen gibt. Dies animiert die Bienen wieder in die Brut zu gehen und erhöht damit erheblich den täglichen Futterverbrauch.

Ausblick in das Jahr 2020

Alle Arbeiten für das Jahr 2019 sind erledigt. Im Winter erfolgt noch eine Behandlung mit Oxalsäure, um auch die letzten Milben aus den Völkern zu bekommen. Für das nächste Jahr haben wir uns vorgenommen auf vier Völker aufzustocken, was auch unsere maximale Anzahl an Bienenvölkern darstellen soll. Wir möchten weder anderen Imkern Konkurrenz machen, noch den anderen Insekten Nahrungsangebot entziehen.

Es macht als Imker nur Sinn, die doppelte Anzahl an Völkern im Verhältnis zu den Wirtschaftsvölkern zu bearbeiten. In unserem Fall sind dies zwei Wirtschaftsvölker und hierzu würden sich dann noch zwei Ableger gesellen. Mit diesem Vorgehen können mögliche Winterverluste ohne Probleme ausgeglichen werden. Sollten alle vier Völker überleben, hätte man im Frühjahr die Möglichkeit einem anderem Imkerkollegen mit einem Ableger aushelfen zu können.

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