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Goldvreneli - Goldmünze aus der Schweiz


Goldvreneli sind Anlagemünzen aus der Schweiz, die zwischen 1897 bis 1949 herausgegeben wurden. Ihren Namen erhielt die bekannte eidgenössische Anlagemünze von der Frauengestalt auf der Vorderseite, der Verena, die zum Namen Vreneli führte. Die Gegenseite trägt das Schweizer Wappen, das von Eichenzweigen umrahmt wird. Die Gesamtauflage der Goldvreneli in den 55 Jahren der Herausgabe betrug 58,63 Millionen Exemplare. Das Nominal ist überwiegend 20 Franken, lediglich zwischen den Jahren 1911 bis 1922 prägte die eidgenössische Münzanstalt auch 10-Franken-Münzen, die inzwischen Sammlerstatus genießen.

Als noch wertvoller gilt die einzige 100-Franken-Version aus dem Jahr 1925, hier wurde sogar als Motiv ein leicht abweichendes Wappen verwendet. Der Goldvreneli folgte der zuvor geprägten Helvetia. Die Goldvreneli Münzen wurden den Sitten des ausgehenden 19. und frühen 20. Jahrhunderts folgend mit einer Feinheit von 900/1000 geprägt, einer Legierung mit hohem Kupferanteil, die heute nirgendwo mehr anzutreffen ist. Das Feingewicht der 20 SFr Goldvreneli beträgt 5,807 Gramm, das der 10 SFr Ausgabe 2,9 Gramm Gold. Die Raugewichte liegen durch den Kupferanteil um einiges höher, bei 20 SFr sind es 6,542 Gramm, bei 10 SFr Goldvreneli 3,226 Gramm.

Bedeutung der Goldvreneli


Die Vreneli folgten der Helvetia, mit der die Schweiz schon ab 1883 ihren Status als solide wirtschaftender Staat untermauert hatte. Die Prägung von Anlagemünzen ab dem letzten Viertel des 19. Jahrhunderts basierte auch auf der damals in verschiedenen Staaten der Welt - unter anderem der Schweiz - eingeführten Golddeckung der Währungen, die später zwischen den Weltkriegen teilweise wieder aufgegeben und nach 1945 wieder aufgenommen wurde.

Der gesamte Zeitraum zwischen etwa 1860 bis 1950 war international vom Versuch geprägt, den Währungen durch eine Golddeckung Solidität zu verleihen, was teilweise misslang. Die Schweiz empfand ihren Status als "Finanzstatus" immer - völlig zurecht - als Versicherung ihrer Freiheit, denn alle Mächte der Welt haben irgendwo in der Schweiz Geld zu liegen und greifen das Land daher seit Jahrhunderten nicht mehr an.

Diese Freiheit verkörpern Gestalten wie die Libertas-Frauengestalt auf den Goldmünzen der Schweiz, welche die Eidgenossen als ihr Sinnbild empfinden. Schon von den Helvetia-Goldmünzen wurden daher mit 1,75 Millionen Stück verhältnismäßig viele geprägt. Sie trugen noch ein anderes Motiv, das die Schweizer Finanzbehörden mit der Einführung der Goldvreneli durch den Künstler Fritz Ulysse Landry ändern ließen.