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Fakten zu den deutschen Goldreserven

Der Bundesbank Goldschatz

Deutschland verfügt über einen riesigen Goldschatz, welcher zu großen Teilen in den Kellern der Bundesbank in Frankfurt gelagert wird. Hierbei handelt es sich um eine stille Reserve des Deutschen Staates, welche beispielsweise in einem finanziellen Krisenfall zum Einsatz kommen könnte. Der Vorteil der Goldreserven liegt vor allem darin, dass diese absolut ausfallsicher sind.

Bei Staatsanleihen ist dies nicht der Fall, da dem Papier ja immer noch eine Gegenleistung gegenüber steht. Bei Gold ist dies nicht der Fall, da es sich um ein Aktiva handelt, dem keine Forderung einer dritten Partei gegenübersteht. Gold gilt als die älteste Währung der Welt und in unserer heutigen unsicheren Weltlage, ist es sehr gut zu wissen, dass die Bundesbank über eine beachtlichen Goldwert verfügt.

Dieser Trend wird auch dadurch bestärkt, dass die Bundesbank in den letzten Jahren wieder vermehrt damit begonnen hat, neues Gold aufzukaufen. Dies war seit den 1970er Jahren nicht mehr der Fall. Zum einen sollen weitere Sicherheiten geschaffen werden und zum anderen will man sich durch diese Maßnahmen vom Dollar unabhängig machen.

Kleine Mengen der Goldreserven werden dazu verwendet, um daraus Gedenkmünzen oder Anlagemünzen herzustellen. Hierzu wird jedes Jahr im kleinen Umfang Gold an des Bundesfinanzministerium verkauft.

Zweitgrößte Goldreserven der Welt

Die Bundesrepublik verfügt über einen Goldschatz von 270.000 Goldbarren, welche alle katalogisiert sind und deren Seriennummern über die Internetseite der Bundesbank abgerufen werden können. Jeder dieser Barren weißt ein Gewicht von 12,5 Kilogramm auf. Was multipliziert ein Gesamtgewicht von 3,375 Tonnen Gold ergibt. Nur die Vereinigten Staaten verfügen weltweit über größere Goldreserven. Der Höchstsand der Goldreserven lag in den 1960er Jahren bei über 4000 Tonnen.

Woher stammen die Goldreserven?

Zu großen Teilen wurden die Goldreserven der Bundesbank in den Wirtschaftswunderjahren ab den 1950er Jahren bis hinein in die 1970er Jahre angelegt. In den letzten Jahren hat die Bundesbank wieder damit begonnen die Goldreserven zu erweitern. Dies ist eine Umkehr der Investitionspolitik, der Bundesbank, welche über Jahrzehnte nicht weiter in Gold investiert hatte.

Wo werden die deutschen Goldreserven gelagert

Der Großteil der Goldreserven werden mittlerweile wieder in Frankfurt gelagert, dies geht auf einen Beschluss zurück, dass große Goldmengen aus dem Ausland wieder nach Deutschland zu transferieren sind. Dieser Rücktransport wurde im Jahr 2017 abgeschlossen. Somit verteilen sich die Bundesbank Goldreserven auf folgende Standorte:

  • Deutschland : 51 Prozent
  • New York: 36 Prozent
  • London 13 Prozent

Die Goldreserven in Paris wurden aufgelöst. Dies wurde damit begründet, dass sich Frankreich im gleichen Währungsraum befindet, sodass kein Umtausch des Goldes in Fremdwährung an diesem Standort mehr möglich ist. Anders sieht es hingegen in New York und London auf, wo Gold schnell in US Dollar oder Pfund getauscht werden könnten, falls hierfür der Bedarf bestehen würde.

Goldreserven sind kein Einzelfall

Interessanterweise sind die Goldreserven kein Einzelfall in des Bundesrepublik, so werden noch viele weitere Rohstoffe vom Bund gebunkert, sodass im Notfall drauf zurückgegriffen werden kann.

Hierzu gehören beispielsweise:

  • Weizen
  • Erdöl
  • Grippemittel
  • Trinkwasser
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