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Maple Leaf Goldmünze aus Kanada


Die kanadische Goldmünze Maple Leaf (= "Ahornblatt") gibt die Royal Canadian Mint seit 1979 heraus, womit es sich um eine der ältesten modernen Anlagemünzen handelt, die seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts geprägt werden. Sie trägt auf ihrem Avers Queen Elizabeth II., deren Porträt in den letzten 30 Jahren nur dreimal ein klein wenig verändert wurde. Es handelt sich um eine Goldmünze in der Prägung 999,9/1000 (four nine fine), der höchsten heutzutage anzutreffenden Feinheit bei Goldmünzen.

Neben dem Krügerrand gehört sie zu den weltweit beliebtesten Goldmünzen. Die Kanadier prägen auf die Maple Leaf Münze die Feinheit in ihren zwei Landessprachen auf: "Fine Gold" und "Or Pur". Als Stückelungen werden eine Unze und 1/2, 1/4, 1/10 und 1/20 oz herausgegeben, als Sonderprägungen zudem 1/15 oz. Die Feinprägung betrug in den ersten drei Jahren noch 999/1000, dann entwickelten die Kanadier als erste Münzhersteller der Welt ein Verfahren zur Münzprägung mit 999/9/1000 und brachten ihr Maple Leaf ab 1982 in Four-nine-fine heraus, was auch technisch spektakulär war, weil so weiches Gold naturgemäß schwer zu behandeln ist. Etwa seit den 2000er Jahren gehört die hohe Reinheit zum Standard von modernen Anlagemünzen in Gold.

Motivgestaltung beim Maple Leaf

Das Ahornblatt ist das kanadische Nationalsymbol und findet sich auch in der Nationalflagge. Für die kanadische Vegetation ist der Ahornbaum prägend, es erschien also folgerichtig, ein Ahornblatt plastisch auf der Münze zu präsentieren. Unter dem Ahornblatt steht "Canada", die Feinheit ist vermerkt, auf der Rückseite finden sich über dem Porträt von Elizabeth II. der Nennwert und das Prägedatum. Elisabeth II. gehört Münzen des Commonwealth, also beispielsweise auch zu australischen Goldmünzen.

Ihr Porträt auf dem Maple Leaf stammt von mehreren Künstlern, es waren unter anderem Machin, Ott, de Pédery Hunt, Blunt und Taylor beteiligt. Der Rand der Münze ist geriffelt. Die hohe Feinheit der Münze folgt einer kanadischen Tradition, mit der die Royal Canadian Mint 1979 aus dem Stand heraus Anleger und Fachleute verblüffen konnte. Die damals praktisch einzige fungible (gut handelbare) Anlagemünze war der Krügerrand mit einer Feinheit von 916,67/1000 Einheiten, nun tauchte Maple Leaf mit four nine fine auf. Neben der Wertigkeit so einer Münze sieht sie auch entsprechend gut aus, sie glänzt richtig golden, während die starken Kupferlegierungen wie beim Krügerrand einen rötlichen Schimmer aufweisen. (Anmerkung: Es wird oft kolportiert, der Krügerrand sei die erste, der Maple Leaf die zweite Anlagemünze des 20. Jahrhunderts und damit der Neuzeit gewesen.

Das ist nach gängiger Definition nicht ganz exakt, denn der mexikanische Centenario [Prägung 1921 - 1949] muss prinzipiell auch dazu gezählt werden. Er weist zwar nur eine Feinheit von 900/1000 auf und war auch durch Herstellungsmängel nie sehr beliebt, fällt aber unter die Bestimmungen moderner Anlagemünzen.) - Wer heute Maple Leaf Münzen erwirbt, kann diese jederzeit auf jeder Bank der Welt in Zahlung geben, auch bei Online-Käufen oder Verkäufen im Netz kennen potenzielle Interessenten in jedem Fall die beliebte Münze. Die ausgezeichnete und gleichbleibende Qualität, welche Royal Canadian Mint gewährleisten kann, setzt überdies Maßstäbe.