925 Silber oder auch Sterling-Silber

Die Bezeichnung, unter der das 925er Silber nahezu jedem Verbraucher bekannt ist, lautet Sterling-Silber. Hergeleitet ist der Begriff von der Währung Großbritanniens, dem britischen Pfund Sterling. Diese früher in England gebräuchlichen Silbermünzen hatten einen Anteil von 92,5% Silber.

Sterling Silber findet man heute neben der Verarbeitung zu Schmuck, Münzen und Pokalen auch in der Herstellung von Musikinstrumenten (Querflöten) und in der Oberflächenveredelung von Leichtmetallfelgen.

Mit dem Begriff Feingehalt wird bei Edelmetallen der Anteil der Masse des enthaltenen Edelmetalls in einer Münze oder in einem Schmuckstück bezeichnet. Somit hat 925er Silber einen Feingehalt von 925 Anteilen Silber auf insgesamt 1000 Anteile Gesamtmetall.

In der Schmuckherstellung wird 925er Silber fast genauso häufig verwendet wie das höherwertige 999er Feinsilber. Diese beiden Silberarten eignen sich jedoch eher für die manuelle Produktion, da sie für eine Massenherstellung mit Maschinen einfach zu weich und zu wenig widerstandsfähig sind.

Da es in Deutschland eine Verpflichtung zur Kennzeichnung (Punzierung) gibt, müssen auch Silberschmuckstücke mit einem Stempel versehen sein.

Hochwertiges Silber wird aber nicht nur in der Schmuckproduktion und bei der Münzprägung benutzt, sondern auch in Wissenschaft und Technik. So werden Silberteile häufig in der Herstellung von elektronischen Bauteilen, Katalysatoren und natürlich in der Filmherstellung verwendet. Hier besteht allerdings keinerlei Kennzeichnungspflicht über den Feingehalt des Silbers.