900 Silber

Bei 900er Silber handelt es sich um ein Edelmetall, das zu 90 Prozent aus reinem Silber besteht. Die restlichen 10 Prozent der Anteile bestehen aus Beimengungen anderer Metalle, in der Regel handelt es sich hier um Kupfer.

Gelegentlich können diese Silberlegierungen allerdings auch Nickel enthalten. Da es aufgrund eines stark erhöhten Aufkommens von Nickelallergien in weiten Teilen der Bevölkerung nicht unerheblich ist, welche Metalle dem 900er Silber zugefügt wurden, sollte der Schmuckkäufer hier in jedem Fall darauf bestehen, dass ihm bestätigt wird, dass es sich um eine nickelfreie Legierung handelt.

900er Silber reagiert – wie alle hochwertigen Silberlegierungen – extrem auf Umwelteinflüsse, insbesondere auf Schwefel und Sauerstoff. Dies führt zu dem von antiken Silberstücken bekanntem Überzug mit einer schwarzen Patina.

Silber und seine Patina

Dem Kenner gibt diese Patina Aufschluss darüber, dass es sich um ein „echtes“ Stück handelt. Fachleute erkennen dies auch am Geruch. Da bei Schmuckstücken und Bestecken ein Anlaufen, das noch dazu mit einem nicht angenehmen Geruch einhergeht, nicht gewünscht wird, hat die Industrie sich ein Verfahren ausgedacht, um ein extremes Anlaufen zu verhindern.

Denn die Patina verfärbt natürlich nicht nur das Schmuckstück, sondern auch die Haut desjenigen, der den Schmuck trägt. Das hängt mit dem Säureanteil der menschlichen Haut zusammen und führt zu einer grünlichen Verfärbung.

Schmuckstücke aus 900er Silber sollten deshalb auf jeden Fall rhodiniert sein. Dies geschieht dadurch, dass man auf das 900er Silber mit einem galvanischen Verfahren eine 999er Feinsilberschicht aufbringt, die dann das Anlaufen verhindert.