800er Silber - 80 Prozent Silber und 20 Prozent Kupfer

Bei 800-Silber spricht man im Allgemeinen von Gebrauchssilber. Der Silbergehalt wird dabei in Promille, also in Tausendstel gemessen. So hat dieses Silber einen Anteil von 800/1000 und 200/1000 Anteile der Gesamtmasse an Kupfer. Das Kupfer dient dazu, das Material zu härten, da Silber ein weiches Metall ist. Durch die Zugabe von Kupfer gewinnt es erheblich an Härte und Widerstandsfähigkeit.

Silber hat die Eigenschaft, auch wenn es nicht im täglichen Gebrauch ist, anzulaufen. Dabei bekommt es goldfarbene beziehungsweise schwarze Flecken. Daher ist 800-Silber für die maschinelle Reinigung eher nicht geeignet. Es besteht allerdings die Möglichkeit, dieses Silber galvanisch nachträglich zu versilbern. Es bekommt dabei eine zusätzliche, dünne Feinsilberschicht und verhält sich dann wie 900er Silber: Es läuft nicht so schnell an. Mit Silberputztüchern oder anderen Silber-Pflegemitteln kann das Silber dann einige Zeit immer wieder gesäubert werden.

Die meisten Silberteile sind vorwiegend Bestecke. Diese sollten nach Möglichkeit per Hand gespült werden. Durch ein zusätzliches Polieren nach der Säuberung, bleibt der Glanz des Silbers länger erhalten. Da besonders bei antiken Silbergegenständen eine gewisse Patina in den Verzierungen erwünscht ist und eher als Qualitätsmerkmal und Hinweis auf die Echtheit des Stückes anzusehen ist. Für die Schmuckherstellung eignet sich 800er Silber aufgrund des hohen Kupfergehaltes und der damit verbundenen möglichen Verfärbung des Materials eher weniger.