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Was ist Sekundärgold?
Sekundärgold ist recyceltes Gold – also Gold, das nicht frisch aus einer Mine stammt, sondern aus bereits vorhandenen Quellen zurückgewonnen wird. Dazu zählen Alt- und Bruchschmuck, Zahngold, Uhren, Münzen und Barren sowie industrielle Reststoffe. In zertifizierten Scheideanstalten wird dieses Material sortiert, analysiert, eingeschmolzen und zu Feingold (z. B. 999,9 Gold) raffiniert.
Chemisch gibt es keinen Unterschied zu Primärgold: 999,9 bleibt 999,9 – unabhängig davon, ob das Ausgangsmaterial aus dem Bergbau oder aus Recycling stammt. Der große Vorteil: Sekundärgold schont natürliche Ressourcen, vermeidet Abraum und reduziert den CO₂-Fußabdruck deutlich im Vergleich zur Neugewinnung. Für Kundinnen und Kunden bedeutet das: Wer Altgold verkauft, bringt wertvolle Rohstoffe zurück in den Kreislauf – und erhält zugleich eine faire Auszahlung.
moneyGold macht diesen Prozess transparent: von der kostenlosen, versicherten Einsendung über die zerstörungsfreie Prüfung bis zur Auszahlung auf Basis aktueller Kurse. So wird aus ungenutztem Schmuck nachhaltiges Sekundärgold.
Unsere Ankaufspreise für Goldlegierungen in Euro
| Goldlegierung | 1 Gramm | 5 Gramm | 20 Gramm | 50 Gramm |
|---|---|---|---|---|
| 999 Gold | 134,51 € | 672,55 € | 2.690,20 € | 6.725,50 € |
| 916 Gold | 123,14 € | 615,70 € | 2.462,80 € | 6.157,00 € |
| 750 Gold | 101,19 € | 505,95 € | 2.023,80 € | 5.059,50 € |
| 585 Gold | 78,63 € | 393,15 € | 1.572,60 € | 3.931,50 € |
| 375 Gold | 50,05 € | 250,25 € | 1.001,00 € | 2.502,50 € |
| 333 Gold | 44,33 € | 221,65 € | 886,60 € | 2.216,50 € |
999,9 bleibt 999,9 – egal ob Recycling oder Bergbau
Feingold mit 999,9/1000 ist chemisch reines Gold – unabhängig davon, ob es aus einer Mine stammt (Primärgold) oder durch Recycling gewonnen wurde (Sekundärgold). In der Raffination werden sämtliche Begleitmetalle und Verunreinigungen entfernt, bis nur noch elementares Gold übrig bleibt. Ergebnis: identische Materialeigenschaften, identischer Glanz, identische Verarbeitbarkeit. Für Schmuckhersteller, Investoren oder in der Industrie macht es daher keinen Qualitätsunterschied, ob das Feingold recycelt oder neu gefördert ist – 999,9 ist 999,9.
Legierungen (333/585/750) vs. Feingoldmenge – warum der Ankauf nach Feingold erfolgt
Schmuck besteht meist aus Legierungen:
- 333 = 33,3 % Gold
- 585 = 58,5 % Gold
- 750 = 75,0 % Gold
Beim Ankauf zählt der tatsächliche Feingoldanteil, nicht das Gesamtgewicht des Stücks. Grundlage ist: Feingoldmenge = Gesamtgewicht × Legierungsfeingehalt.
Hinweis: Stempel (z. B. 585 Gold) sind ein Anhaltspunkt, ersetzen aber keine Prüfung. Professionelle Tests (z. B. RFA/XRF) stellen sicher, dass die Bewertung fair und exakt auf Basis der Feingoldmenge erfolgt.
Reines Gold – Materialfakten
| Eigenschaft | Wert/Info | |
|---|---|---|
| Chemisches Symbol | Au (Ordnungszahl 79) | |
| Dichte (20 °C) ca. | 19,3 g/cm³ | |
| Schmelzpunkt | 1.064 °C | |
| Feingehaltsangabe | 999,9/1000 | |
| Farbe/Legierungseinfluss | Reines Gold gelb; Legierungen verändern Farbton (Weiß-/Roségold) | |
| Magnetismus | nicht ferromagnetisch |
Der Weg von Altgold zu Feingold
Nach dem Wareneingang werden die Stücke zunächst fotografisch dokumentiert, gewogen und anhand vorhandener Stempel vorklassifiziert. Anschließend erfolgt eine Reihe zerstörungsfreier Prüfungen. Die Röntgenfluoreszenzanalyse (XRF) bestimmt innerhalb weniger Sekunden die Legierungszusammensetzung an der Oberfläche und liefert damit einen ersten, präzisen Materialbefund. Ein ergänzender Dichtetest überprüft die Plausibilität des Ergebnisses über das Verhältnis von Masse zu Volumen, während die Leitfähigkeitsmessung Unstimmigkeiten oder verdeckte Fremdmaterialien aufdeckt. Eventuelle Anhaftungen wie Schmucksteine oder Keramik bei Dentalgold werden fachgerecht entfernt und getrennt erfasst. So entsteht eine transparente, nachvollziehbare Datengrundlage für die weitere Verarbeitung.
Sortierung, Schmelze, Scheidung, Raffination
Auf Basis der Analyse werden die Materialien nach Legierung und Herkunft sortiert und zu homogenen Chargen zusammengeführt. Diese Chargen gelangen in die Schmelze, wo das Altgold unter kontrollierten Bedingungen verflüssigt wird, um eine gleichmäßige Zusammensetzung sicherzustellen. Aus der flüssigen Masse werden Proben entnommen, deren Analyse den exakten Feingoldgehalt der Charge festlegt. Es folgt die eigentliche Scheidung und Raffination: Je nach Input wird das Metall zunächst durch Chlorierung auf einen sehr hohen Reinheitsgrad gebracht und anschließend elektrolytisch in der Wohlwill-Raffination zu Feingold mit 999,9/1000 veredelt. Begleitmetalle wie Silber, Platin oder Palladium werden dabei separiert und ebenfalls der Wiederverwertung zugeführt.
Prüfbericht & Rückführung in den Kreislauf (Schmuck/Industrie)
Das Ergebnis jeder Charge wird in einem detaillierten Prüfbericht festgehalten, der Fotos, Gewichte, Analysedaten und den berechneten Feingoldanteil umfasst. Auf dieser Grundlage erstellen wir das verbindliche Angebot; nach Zustimmung erfolgt die Auszahlung umgehend. Das so gewonnene Feingold wird als Barren oder Granulat an Schmuckmanufakturen, Uhrenhersteller und industrielle Abnehmer geliefert. Altgold aus privaten Beständen wird damit zu hochwertigem Sekundärgold, das ohne Qualitätsverlust in neue Produkte einfließt und den Rohstoffkreislauf schließt.
Prüfmethoden im Ankauf – was sie leisten
| Methode | Wofür geeignet | Ergebnis/Genauigkeit | Vorteile |
|---|---|---|---|
| XRF/RFA | Legierungszusammensetzung an der Oberfläche | Schnell, präzise Oberflächenanalyse | Zerstörungsfrei, dokumentierbar |
| Dichtetest | Plausibilitätsprüfung der Legierung | Gute Näherung | Einfach, kostengünstig |
| Leitfähigkeitsmessung | Materialvergleich/Unstimmigkeiten | Vergleichswerte | Deckt Auffälligkeiten auf |
| Feuerprobe/Assay (Labor) | Exakte Feingehaltsbestimmung | Sehr exakt | Rechtssicher, standardisiert |
Umweltvorteile & Kreislaufwirtschaft
Sekundärgold spart dort Emissionen ein, wo sie am teuersten sind: in Förderung, Erzaufbereitung und Transport. Statt Tonnen von Gestein zu bewegen und energieintensive Prozesse anzustoßen, nutzt Recycling vorhandenes Material und führt es mit vergleichsweise geringem Energieeinsatz wieder zu Feingold 999,9. Das schont Primärrohstoffe, reduziert Abraum, senkt den Wasser- und Chemikalienbedarf und verringert den CO₂-Fußabdruck deutlich gegenüber der Neugewinnung. Für Kundinnen und Kunden heißt das: Wer Altgold verkauft, ermöglicht messbare Klimaeffekte – ohne Qualitätseinbußen beim Endprodukt.
Warum Recycling planbar und skalierbar ist
Recycling basiert auf stabilen, regional verfügbaren Inputströmen: Alt- und Bruchschmuck, Zahngold, Uhren, Barren und Münzen fallen kontinuierlich an. Diese Verfügbarkeit macht die Stoffströme planbar und die Prozesse skalierbar. Moderne Scheideanstalten arbeiten chargenbasiert, normiert und mit auditierbaren Abläufen, sodass Kapazitäten je nach Nachfrage schnell angepasst werden können. Anders als beim Bergbau, der an Lagerstätten, Genehmigungen und volatile Förderkosten gebunden ist, lässt sich Sekundärgold kurzfristig in den Markt zurückführen – mit kurzen Wegen, hoher Transparenz und verlässlicher Qualität.
Häufige Missverständnisse
Ein verbreiteter Irrtum lautet, Recyclinggold sei minderwertig. Das Gegenteil ist der Fall: Nach der Raffination ist Feingold aus Altmaterial chemisch identisch mit Feingold aus dem Bergbau; 999,9 bleibt 999,9 – unabhängig von der Herkunft. Ebenso falsch ist die Annahme, das Sortieren und Einschmelzen „verdünne“ den Wert. Tatsächlich wird der Feingoldanteil durch Analyse exakt bestimmt und vergütet, Begleitmetalle werden sauber getrennt und ebenfalls verwertet. Missverständnisse entstehen oft, wenn Stempelungen, Anhaftungen oder uneinheitliche Legierungen mit dem Materialwert verwechselt werden. Entscheidend ist am Ende stets die Feingoldmenge, die transparent ermittelt, dokumentiert und ausbezahlt wird.
Verantwortung & Standards
Seriöser Goldankauf beginnt mit sauberer Herkunftsnachweisführung. Dazu gehört ein strukturierter KYC-Prozess, bei dem Identität und Berechtigung der Verkäuferin oder des Verkäufers geprüft und die Transaktion nachvollziehbar dokumentiert werden. Belege wie Fotos der Stücke, Gewicht, Legierungsangaben und Prüfprotokolle werden lückenlos erfasst und archiviert. Bei Posteinsendungen kommen Sendungsnummern, Übergabebelege und Prüfberichte hinzu; bei Zahngold werden Anhaftungen getrennt vermerkt. Sanktions- und Risikoprüfungen, Schwellenwerte für Barzahlungen sowie klare Meldewege runden den Prozess ab. Das Ergebnis ist eine transparente Chain of Custody, die sowohl Kundenschutz als auch regulatorische Anforderungen erfüllt und zugleich die Grundlage für eine faire, reproduzierbare Bewertung schafft.
Branchenstandards (LBMA, OECD Due Diligence) kurz erklärt
In der Praxis orientieren sich verantwortungsvolle Akteure an international etablierten Leitplanken. Die LBMA-Rahmenwerke definieren Anforderungen an verantwortungsvolle Beschaffung und Verarbeitung von Edelmetallen; sie verlangen risikobasierte Prüfungen der Lieferkette, Auditierbarkeit und klare Prozesse für recycelte Materialien. Ergänzend beschreibt der OECD-Leitfaden zur verantwortungsvollen Lieferkettensorgfalt ein Fünf-Stufen-Modell: Managementsysteme aufsetzen, Risiken identifizieren, Gegenmaßnahmen ergreifen, externe Audits ermöglichen und transparent berichten. Für Kundinnen und Kunden bedeutet das: Altgold wird nicht nur technisch einwandfrei zu Feingold 999,9 raffiniert, sondern auch entlang klarer Compliance-Standards verarbeitet. So verbinden sich Qualität, Rechtssicherheit und Nachhaltigkeit zu einem nachvollziehbaren Gesamtprozess.
