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Goldnachfrage Q3 2025: Rekordquartal – Investment treibt, Schmuck schwächelt

Q3 2025 war ein Meilenstein für den Goldmarkt: Die Gesamtnachfrage inklusive OTC stieg auf 1.313 t – ein neuer Quartalsrekord. In Geld gemessen explodierte die Nachfrage um +44 % auf 146 Mrd. US-$, getragen vor allem von massiven ETF-Zuflüssen (+222 t) und einem weiterhin starken Barren-/Münzen-Absatz (316 t). 

Zentralbanken kauften hoch mit 220 t, während Schmuckkonsum wegen Rekordpreisen zweistellig zurückging (371 t; −19 % y/y). Das Angebot zog um +3 % auf ebenfalls 1.313 t an (Minenproduktion 977 t; Recycling 344 t). Der Preis markierte 13 Allzeithochs und lag im Schnitt bei 3.456,54 US-$/oz. 

Unsere Ankaufspreise für Feingold in Euro

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Kurzüberblick & Kerndaten (Q3 2025)

Q3 2025 war ein Rekordquartal: Gesamtnachfrage inkl. OTC 1.313 t (+3 % y/y; +7 % q/q). In Wert gemessen sprang die Nachfrage auf 146 Mrd. US-$ (+44 % y/y). Der LBMA-Goldpreis markierte 13 neue Allzeithochs; der Quartalsschnitt lag bei 3.456,54 US-$/oz (+40 % y/y; +5 % q/q; +16 % im Quartal). Treiber waren kräftige ETF-Zuflüsse (+221,7 t; +134 % y/y; +30 % q/q) und anhaltend hohe Barren-/Münzen-Nachfrage (315,5 t; +17 % y/y; +3 % q/q). Zentralbanken kauften weiter hoch mit 219,9 t (+10 % y/y; +28 % q/q). Schmuckkonsum blieb preisbedingt schwach bei 371,3 t (−19 % y/y; +9 % q/q), Technologie lag bei 81,7 t (−2 % y/y; +4 % q/q). Auf der Angebotsseite wurde ebenfalls ein Rekord erreicht: 1.313,1 t (+3 % y/y; +7 % q/q), davon Minenproduktion 976,6 t (+2 % y/y; +8 % q/q) und Recycling 344,4 t (+6 % y/y; −1 % q/q). 

Klare Botschaft: Investment dominiert, Konsumsegmente halten sich wacker im Hochpreisumfeld.

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Investmentnachfrage

ETFs & ähnliche Produkte

Der klare Treiber im Q3 2025 waren goldgedeckte ETFs: +221,7 t Nettozuflüsse (+134 % y/y; +30 % q/q). Besonders stark war Nordamerika – rund 62 % der globalen ETF-Zuflüsse entfielen auf dortige Produkte; allein die US-Zuflüsse summierten sich auf etwa 16 Mrd. US-$. Getrieben wurde das von Rekordpreisen, steigender Risikoaversion (Geopolitik, Zoll-/Konjunkturrisiken) und der Aussicht auf sinkende Realzinsen. Kurz: Anleger haben FOMO – und parken Kapital im „sicheren Hafen“ Gold.

Barren & Münzen

Zum vierten Quartal in Folge lag die physische Kleinanlegernachfrage über 300 t – konkret 315,5 t (+17 % y/y; +3 % q/q). Besonders gefragt waren Barren (≈ 237 t); Anlagemünzen (≈ 31,7 t) blieben stabil. Regional stützten vor allem Indien und China die Nachfrage – trotz hoher Preise, die das Timing anspruchsvoller machen. Für Händler heißt das: Spreads, Verfügbarkeit und transparente Ankaufspreise bleiben kaufentscheidend.

OTC-Aktivität (Institutionelle/HNW)

Neben ETFs und Retail-Käufen sorgte die OTC-Nachfrage für zusätzlichen Schub: +55 t in Q3. Dieses Segment spiegelt vor allem institutionelle und High-Net-Worth-Investoren wider, die im September besonders aktiv waren – typischerweise mit größeren, außerbörslichen Transaktionen. Für den Markt ist das ein solides Fundament unter dem Preisniveau.

Zentralbanken: Stabil hoher Kaufhunger

Zentralbanken kauften im Q3 220 t – +28 % q/q. Auf Jahressicht liegen die Käufe bei 634 t und damit unter dem Rekordtempo von 2024, aber weiterhin außergewöhnlich stark. Motive bleiben Reserven-Diversifikation, Robustheit gegen Währungs-/Zinsrisiken und geopolitische Absicherung.

Schmuckmärkte: Menge schwach, Wert stark

Trotz Hochpreisen zog der Schmuck wertmäßig an, mengenmäßig blieb er unter Druck: 371 t (−19 % y/y; +9 % q/q), zugleich US$41 Mrd. (+13 % y/y). Für Q4 wirkt Saisonalität stützend, aber die Preishöhe dämpft die Erholung. 

Technologie: AI hilft, Preise bremsen

Technologienachfrage war leicht schwächer bei ~82 t (−2 % y/y). Rückenwind liefert AI-getriebene Elektronik (Server/Datacenter, Speicher, PCBs); Gegenwind kommt von Rekordpreisen, Thrifting/Substitution und Handels-/Tarifunsicherheit – besonders bei LEDs und Consumer-Elektronik. Unterm Strich: „flat bis leicht negativ“. 

Angebot: Rekordquartal – Minen rauf, Recycling verhalten

Gesamtangebot erreichte 1.313 t (+3 % y/y; +7 % q/q). Minenproduktion 977 t (+2 % y/y) – saisonal typisch stärker. Recycling 344 t (+6 % y/y; −1 % q/q) blieb hinter dem Preisumfeld zurück, da viele auf noch höhere Preise spekulieren. 

Preisumfeld: 13 Allzeithochs setzen den Ton

Der Goldpreis markierte im Quartal 13 Allzeithochs; der Durchschnitt: US$3.456,54/oz (+40 % y/y; +5 % q/q). Konsequenz: Für Verkäufer attraktive Realisierungsniveaus, für Käufer steigen Opportunitätskosten – Investmenttreiber bleiben intakt.

Ausblick: Investment hoch, Schmuck gedämpft

WGC hebt die Investitionsprognose für 2025 an und senkt Schmuck-Erwartungen. ETF-Zuflüsse könnten anhalten; Zentralbanken bleiben aktiv (leicht höherer FY-Korridor). Technologie: „flat“, zwischen AI-Boom und Thrifting. Recycling bleibt launisch – Preisschocks könnten es plötzlich anspringen lassen.

Ausblick Q4 2025: Investment bleibt Taktgeber

Die Marktlage spricht weiter für investitionsgetriebenes Momentum. ETF-Zuflüsse könnten anhalten, solange Unsicherheit hoch und Realzinsen moderat sind; Zentralbanken bleiben strukturelle Käufer, wenn auch nicht im Rekordtempo von 2024. Schmuck profitiert saisonal im Schlussquartal, doch das hohe Preisniveau begrenzt die Mengen. Technologie verläuft seitwärts: AI-getriebene Nachfrage trifft auf Preis- und Zollbremsen. Recycling bleibt ein Joker: Bei Preisschocks kann das Angebot schlagartig steigen, sonst warten Verkäufer ab. Für Privatkund:innen heißt das: Wer Gewinne realisieren will, findet attraktive Zeitfenster; wer diversifizieren will, sollte Volatilität einplanen und Tranchen nutzen. Für Händler bleiben Liquidität, schnelle Abwicklung und transparente Spreads kaufentscheidend. Risiken: stärkere Zölle, Wachstumsabkühlung, taktische ETF-Abflüsse bei Zinswenden. Chancen: anhaltende Zentralbankkäufe, geopolitische Spannungen, schwächerer Dollar. 

Kurz: Das Fundament ist solide – Rücksetzer wären eher Gelegenheiten als Trendbruch.

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