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Goldlagerstätten: Entstehung, Arten und weltweite Vorkommen

Goldlagerstätten bilden die natürliche Grundlage für die Gewinnung eines der begehrtesten Edelmetalle der Welt. Bevor Gold zu Schmuck, Münzen oder Barren verarbeitet werden kann, muss es zunächst in der Erde in wirtschaftlich nutzbarer Form vorkommen. Genau diese geologischen Vorkommen bezeichnet man als Goldlagerstätten. Sie entstehen über sehr lange Zeiträume durch natürliche Prozesse im Erdinneren, bei denen Druck, Hitze, Gesteinsveränderungen und mineralhaltige Lösungen zusammenwirken. 

Je nach Entstehung und Lagerungsform kann Gold dabei tief im Gestein, in Quarzadern oder auch in Flussablagerungen vorkommen. Das Thema Goldlagerstätten ist deshalb nicht nur für den Bergbau interessant, sondern auch für alle, die sich für die Herkunft, Entstehung und den Wert von Gold interessieren.

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Was sind Goldlagerstätten?

Goldlagerstätten sind natürliche geologische Vorkommen, in denen Gold in der Erdkruste in einer bestimmten Konzentration vorhanden ist. Dabei kann das Edelmetall entweder direkt im Gestein eingebunden sein oder sich durch natürliche Umlagerungsprozesse in Sedimenten, Flussbetten oder anderen Ablagerungen angereichert haben. Eine Goldlagerstätte ist damit der natürliche Ursprung des Goldes, das später durch Abbau gewonnen und weiterverarbeitet werden kann.

Gold kommt in der Natur nicht überall in gleicher Form und Menge vor. Das liegt daran, dass seine Entstehung an ganz bestimmte geologische Voraussetzungen gebunden ist. Entscheidend sind unter anderem Druck, Temperatur, Gesteinsbewegungen, vulkanische Prozesse und mineralhaltige Lösungen, die Gold über lange Zeiträume transportieren und an bestimmten Stellen wieder ablagern. Deshalb gibt es Regionen mit bedeutenden Goldvorkommen, während in anderen Gebieten kaum oder gar kein Gold nachweisbar ist.

Wichtig ist zudem der Unterschied zwischen einem bloßen geologischen Goldvorkommen und einer wirtschaftlich nutzbaren Goldlagerstätte. Gold kann zwar in vielen Gesteinen in kleinsten Spuren vorhanden sein, doch erst eine ausreichend hohe Konzentration macht einen späteren Abbau grundsätzlich interessant. Ob eine Lagerstätte wirtschaftlich genutzt werden kann, hängt nicht nur vom Goldgehalt ab, sondern auch von Faktoren wie Größe des Vorkommens, Lage, Tiefe, Erschließbarkeit und den jeweiligen Abbaukosten. Nicht jedes natürliche Goldvorkommen ist also automatisch auch eine Lagerstätte, die sich tatsächlich für den Bergbau eignet.

Die größten Goldlagerstätten der Welt

Goldlagerstätten sind weltweit sehr ungleich verteilt. Einige Regionen haben im Lauf der Erdgeschichte besonders große Goldanreicherungen gebildet und gelten deshalb bis heute als außergewöhnlich bedeutend. Dazu zählen sowohl historisch berühmte Goldbecken als auch moderne Großlagerstätten, die noch immer zu den wichtigsten Quellen der weltweiten Goldförderung gehören. Die folgende Übersicht zeigt einige der bekanntesten und größten Goldlagerstätten beziehungsweise Golddistrikte der Welt.

GoldlagerstätteLand / RegionTypBedeutung
Witwatersrand Basin Südafrika Paläoplacer / KonglomeratlagerstätteGilt als die wohl bedeutendste Goldlagerstätte der Welt und wird regelmäßig als größte bekannte Goldansammlung beschrieben
Muruntau Usbekistan Hartgesteinslagerstätte / Tagebau Muruntau wird vom Betreiber als größte Goldmine der Welt mit sehr großer Ressourcenbasis eingeordnet und zählt zu den wichtigsten Goldprojekten weltweit.
Carlin Trend / Carlin Complex Nevada, USA Sedimentgebundene Goldlagerstätte / Carlin-Typ Der Carlin Trend gehört zu den produktivsten Golddistrikten der Welt und ist seit Jahrzehnten eines der wichtigsten Goldabbaugebiete Nordamerikas.
Grasberg Indonesien Kupfer-Gold-Porphyrlagerstätte Grasberg zählt zu den weltweit größten Kupfer- und Goldlagerstätten und besitzt damit auch im Goldbereich eine herausragende Bedeutung.
Sukhoi Log Russland Große Hartgesteinslagerstätte Sukhoi Log gehört zu den größten noch nicht vollständig entwickelten Goldlagerstätten der Welt; der Betreiber weist sehr umfangreiche Reserven und Ressourcen aus.
Olimpiada Russland Operative Großlagerstätte Olimpiada zählt zu den wichtigsten aktiven Goldlagerstätten des Polyus-Portfolios und wird regelmäßig unter den größten Goldminen geführt.

Wie entstehen Goldlagerstätten?

Goldlagerstätten entstehen durch geologische Prozesse, die tief in der Erdkruste ablaufen und sich über sehr lange Zeiträume entwickeln. Häufig spielt dabei heißes, mineralhaltiges Wasser eine zentrale Rolle. Solche hydrothermalen Lösungen zirkulieren durch Risse, Störungszonen und Gesteinspakete, lösen kleinste Mengen Gold aus dem umgebenden Gestein heraus und transportieren es an andere Stellen. Dort kann sich das Gold wieder absetzen und allmählich in Adern, Quarzgängen oder anderen Gesteinsstrukturen anreichern. Goldlagerstätten entstehen deshalb besonders oft in geologisch aktiven Regionen, etwa in Gebirgsbildungszonen, an alten Störungszonen oder im Umfeld vulkanischer Prozesse.

Entscheidend für diese Vorgänge sind vor allem Druck, Temperatur und die Zusammensetzung der mineralhaltigen Lösungen. Gold wird nicht einfach als sichtbares Metall durch die Erde geschoben, sondern zunächst in sehr kleinen Mengen in heißen Fluiden transportiert. Verändern sich Temperatur, Druck oder die chemischen Bedingungen, kann das Gold aus der Lösung ausfallen und sich im Gestein ablagern. Schon Abkühlung, Druckentlastung oder die Reaktion mit dem Nebengestein können dazu führen, dass sich aus zuvor gelöstem Gold allmählich konzentrierte Lagerstätten bilden. Genau deshalb sind viele Goldvorkommen eng mit Quarzadern, hydrothermalen Prozessen und tektonisch beanspruchten Gesteinsbereichen verbunden.

Die Entstehung von Goldlagerstätten dauert oft Millionen Jahre, weil mehrere Prozesse zusammenkommen müssen. Zunächst braucht es eine geologische Umgebung, in der Gold mobilisiert werden kann. Danach müssen geeignete Wege vorhanden sein, über die die goldführenden Lösungen zirkulieren können. Anschließend muss das Gold unter passenden Bedingungen wieder ausgefällt und in ausreichend hoher Menge konzentriert werden. In vielen Regionen wiederholen sich solche Prozesse über lange Erdzeitalter hinweg, sodass Lagerstätten nicht in kurzer Zeit entstehen, sondern das Ergebnis einer langen geologischen Entwicklung sind. Deshalb sind große Goldlagerstätten immer Ausdruck außergewöhnlicher natürlicher Bedingungen, die nur selten in dieser Form zusammentreffen.

Unterschiede zwischen primären und sekundären Goldlagerstätten

Kriterium Primäre Goldlagerstätten Sekundäre Goldlagerstätten
Entstehung Entstehen direkt am ursprünglichen Bildungsort des Goldes im Gestein Entstehen durch Verwitterung, Erosion und spätere Umlagerung des Goldes
Vorkommen Meist in festem Gestein, Quarzadern oder Erzstrukturen Vor allem in Flussbetten, Kiesablagerungen, Sanden oder Sedimenten
Lage Häufig tiefer im UntergrundMeist oberflächennäher
Gewinnung Abbau erfolgt in der Regel über klassischen Bergbau Gold kann aus lockeren Ablagerungen gewonnen werden
Zugänglichkeit Oft technisch aufwendiger zu erschließen Historisch häufig leichter zugänglich
Bedeutung Wichtig für viele große moderne Goldminen Besonders bedeutsam für frühe Goldfunde und Goldräusche

Die Gegenüberstellung macht deutlich, dass Gold nicht immer am ursprünglichen Entstehungsort verbleibt. Während primäre Lagerstätten direkt im Gestein liegen, wurden sekundäre Vorkommen bereits durch natürliche Prozesse verlagert und neu abgelagert.

Primäre und sekundäre Goldlagerstätten

Grundsätzlich wird zwischen primären und sekundären Goldlagerstätten unterschieden. Primäre Goldlagerstätten befinden sich noch an ihrem ursprünglichen Entstehungsort im festen Gestein, häufig in Quarzadern oder anderen geologischen Strukturen. Sekundäre Goldlagerstätten entstehen dagegen erst durch Verwitterung, Erosion und Umlagerung. Dabei wird Gold aus dem ursprünglichen Gestein herausgelöst, durch Wasser transportiert und zum Beispiel in Flüssen, Kiesbänken oder Sedimenten erneut abgelagert. Während primäre Lagerstätten vor allem für den klassischen Bergbau von Bedeutung sind, waren sekundäre Vorkommen historisch oft leichter zugänglich und deshalb früher von besonderem Interesse.

Goldlagerstätten als Ursprung eines wertvollen Edelmetalls

Goldlagerstätten bilden die natürliche Grundlage für eines der wertbeständigsten Edelmetalle der Welt. Über Millionen Jahre hinweg entsteht Gold unter besonderen geologischen Bedingungen tief im Erdinneren und wird erst durch natürliche Prozesse in konzentrierter Form abgelagert. Genau diese lange Entstehungsgeschichte macht Gold bis heute so besonders. Ob als Schmuck, Münze, Barren oder Altgold – jedes Stück Gold hat seinen Ursprung letztlich in einer natürlichen Lagerstätte.

Wer sich mit Goldlagerstätten beschäftigt, versteht daher nicht nur die Herkunft des Edelmetalls, sondern auch seinen bleibenden materiellen Wert. Dieses Wissen schafft zugleich den idealen Übergang zu weiteren Themen wie Goldabbau, Goldarten und der Wertermittlung von Goldobjekten. Wenn Sie Gold, Altgold, Goldschmuck oder andere goldhaltige Gegenstände verkaufen möchten, profitieren Sie von einer transparenten Prüfung und einer fairen Bewertung. moneyGold unterstützt Sie dabei, den Wert Ihres Goldes sicher und unkompliziert ermitteln zu lassen.

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