Goldmünzen

Ursprünglich stammen Goldmünzen aus der Anfangszeit des Handels, um den Warentausch zu vereinfachen Während sie erst noch einzeln abgewogen wurden, um den Wert der Münze zu bestimmen, führte der lydische König Kroisus bereits ab dem 6. Jahrhundert vor Christus Goldmünzen ein, die in Größe und Wert einheitlich waren.

Kurantmünzen

Diese frühen Goldmünzen waren gleichzeitig die ersten Kurantmünzen – Münzen, welche die Kriterien vollwertig, umlaufend, gangbar und kursierend erfüllten und deren Wert durch das verwendete Metall gedeckt war.

Das griechische Altertum übernahm den Usus der Goldmünze bereits kurze Zeit später, während im Römischen Reich erst ab circa 225 v. Chr. mit Goldmünzen gezahlt wurde.

Goldstandard

Eine wahre Konjunktur erfuhr die Goldmünze im 19 Jahrhundert, als der Goldstandard eingeführt wurde. Der Goldstandard ist ein gesamtes Währungssystem, dessen Basis der Wert des Goldes darstellt.

Entsprechend konnten zu dieser Zeit alle Banknoten gegen Goldmünzen problemlos eingetauscht werden. Erst mit dem Beginn des Ersten Weltkrieges und der hiermit verbundenen Durchsetzung der Einlöseverpflichtung für Banknoten war die Ära der Goldmünze beendet.

Anlagemünzen

Heutzutage gibt es im etablierten Zahlungsverkehr keine Verwendung für Goldmünzen – stattdessen werden sie beispielsweise als Bullionmünzen für Anleger geprägt. Diese Goldmünzen werden auch als Anlagemünzen bezeichnet, welche in hohen Stückzahlen geprägt werden, um dann der Spekulation oder als Geldanlageobjekt zu dienen.

Vor allem in Krisenzeiten dienen Goldmünzen als beliebte Liquiditätsreserve. Wichtig ist es hierbei für Anleger, welche vorsorgen möchten, beim Ankauf der Goldmünzen darauf zu achten, dass diese seit dem ersten Prägejahr über das gleiche Bildmotiv verfügen, da so der Bekanntheitsgrad der Münze erhalten bleibt. Goldmünzen, die dieses Kriterium erfüllen sind beispielsweise die Krugerrand, Maple Leaf, Wiener Philharmoniker und American Eagle.