Wie erkennt man eine Goldfälschung?

Mit dem beständig steigenden Goldpreis steigt auch die Anzahl der Goldfälschungen, die auf den Markt gebracht werden. Seit 1990 werden fast perfekt ausgebildete Goldkristalle angeboten – hierbei fällt jedoch auf, dass diese Fälschungen keine natürlichen Material-Einschlüsse aufweisen, die Aufschluss über ihre Echtheit geben könnten.

Weiterhin sind unter dem Binokular Blasenbildungen erkennbar, da das Material in vielen Fällen gegossen wird, weshalb sich die chemische Zusammensetzung echten und gefälschten Goldes stark unterscheidet. Bei der Fälschung wird der Goldanteil in den Münzen gesenkt und durch weniger wertvolle Materialien ersetzt. Für dieses Verfahren ist auch der Begriff „Münzverschlechterung“ in Gebrauch. Indem andere Metalle mit eingeschmolzen wurden, wurde das Gewicht der Goldmünze verändert, so dass dies der erste Indikator für eine Goldfälschung ist.

Methoden der Authentifizierung echten Goldes

Um die Authentizität des Goldes zu überprüfen, gibt es diverse Methoden,  mit deren Hilfe sich der Feingehalt (Karat) des Materials bestimmen lässt. Eine Methode ist der Säuretest, bei dem eine Abrieblinie auf Schieferstein erzeugt wird, die anschließend mit verschiedenen Prüfsäuren bestrichen wird. Hierbei wird mit dem Indikator für die höchste Legierung begonnen.

Eine andere Methode ist der Wassertest, bei dem das spezifische Gewicht, bzw. die Dichte des zu prüfenden Objektes ermittelt wird. Hier wird zunächst das Gewicht des Goldes mit einer Feinwaage und in einem nächsten Schritt das Volumen im Wasser bestimmt. Das spezifische Gewicht des Goldobjektes ergibt sich schließlich aus der Differenz zwischen Gewicht und Volumen. Auf diese Weise lässt sich die Karatzahl der Prägung verifizieren.

Generell gilt: Im Verdacht einer Fälschung sollte man zum Fachmann gehen – zum Juwelier oder Goldschmied – um auf der sicheren Seite beim Goldankauf zu sein.