Zahngold

Die Bezeichnung Zahngold ist eigentlich nicht korrekt. Bei Zahngold handelt es sich immer um goldhaltige Legierungen. Reines Gold würde sich zur Herstellung von Kronen, Inlays oder Brücken überhaupt nicht eignen, weil es viel zu weich ist.

In der Regel liegt hier der Goldanteil also deutlich unter dem Anteil, den andere Metalle in der Legierung einnehmen. Am gebräuchlichsten sind Legierungen, denen Palladium zugesetzt wird.

Scheidverfahren zur Trennung von Zahngold und anderen Metallen

Trotzdem ist Zahngold nicht wertlos. In einem Scheideverfahren können die einzelnen Metalle voneinander getrennt werden. Dies geschieht in Deutschland in den großen Scheideanstalten, von denen sich besonders Wieland in Pforzheim auf die Scheidung von Zahngold spezialisiert hat. Es macht also auf jeden Fall Sinn, sich von seinem Zahnarzt die entfernten Kronen, Inlays oder Brückenteile aushändigen zu lassen.

Da sich hier in der Regel auch Zahnreste dabei befinden, kann vom Gewicht des entfernten Teiles bei Weitem nicht auf den Wert der goldhaltigen Legierung geschlossen werden. Bei einem regulären Händler, der in seinen Angeboten auch Zahngold ankauft, wird der Gegenwert also relativ niedrig ausfallen.

Die Scheidekosten müssen vom Verkäufer in der Regel allein getragen werden. Häufig sammelt sich aber im Laufe der Jahre doch das ein oder andere Teil von nicht mehr benötigtem Zahngold an. Diese kann man also auf jeden Fall, wie alle anderen Alt- oder Bruchgoldreste, in bares Geld umwandeln.